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Fonds Kapitalanlagen mit hohen Gewinnen

Offene Fonds

Bei Investmentfonds unterscheidet man zwischen offenen Fonds und geschlossenen Fonds. Offene Fonds werden zumeist an der Börse gehandelt und können daher leicht börsentäglich an- und verkauft werden. Geschlossene Fonds hingegen haben diese Möglichkeit nicht. Eine Rückgabe ist hierbei nur eingeschränkt möglich.

Der Vorteil offener Fonds liegt klar auf der Hand. Der Kauf von Anteilen ist schon ab einer geringen Einlagesumme möglich. Kreditinstitute und Banken haben Sparpläne im Angebot, die bereits aber einer monatlichen Geldanlage von 25 Euro in offene Fonds investieren. Empfehlenswert ist bei einem offenen Fonds ebenso wie bei jeder Anlage in Aktien die gleichmäßige Investition Monat für Monat. Anders als eine größere Einmalzahlung profitiert sie nämlich vom Durchschnittskosteneffekt. Der Durchschnittskosteneffekt erreicht, dass man nicht seine komplette Geldanlage zu einem ungünstigen Zeitpunkt tätigt, sondern regelmäßig von Baisse oder Hausse profitiert und so das Risiko minimiert.

Eine weitere Risikostreuung kann der Anleger vornehmen, wenn er unterschiedliche offene Fonds kombiniert. Zum Beispiel kann er parallel offene Fonds mit unterschiedlichen Anlagezeiträumen wählen, verschiedene Risikoklassen und Währungen berücksichtigen oder aber offene Fonds bestimmter Länder miteinander kombinieren.

Offene Fonds sind auch deshalb beliebt, da in Deutschland strenge Auflagen des Gesetzgebers bezüglich Fonds gelten. So sind offene Fonds als Sondervermögen der ausgebenden Investmentgesellschaft zu behandeln. Sie werden getrennt vom anderen Vermögen verwaltet und sind so auch vor Konkurs und Insolvenzen geschützt. Weiterhin besteht eine hohe Transparenz bezüglich der Kosten und Erfolge eines Fonds. Der Gesetzgeber schreibt nicht nur eine detaillierte Verkaufsbroschüre vor, sondern auch einen jährlichen Rechenschaftsbericht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin muss zudem jeden einzelnen Fonds genehmigen und überwachen. Ein maximaler Anlegerschutz wird so gewährt.

Dennoch reüssieren nur etwa 30 Prozent aller Investmentfonds. Das heißt, nur ein Drittel von ihnen ist überproportional erfolgreich. Zu den Nachteilen eines offenen Fonds zählt auch die Tatsache, dass der Anleger zwar Anteile an einem Unternehmen erwirbt, aber nicht wie andere Aktionäre an Hauptversammlungen teilnehmen darf. Sein Stimmrecht verfällt somit.

Nicht zu vernachlässigen ist zudem das Risiko, das eine Geldanlage in offene Fonds birgt. Je nach Risikospektrum, Währung, Anlageschwerpunkt, Land und Zeitraum zählen auch offene Fonds zu den risikoreichen Formen der Geldanlage. Der Hauptnachteil offener Fonds aber ist folgender: Der Anleger kann im Vorfeld nicht erfahren, wie hoch die Transaktionskosten sind.

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